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diversity im freiwilligen engagement

Siehe hierzu auch: Barrierearmes Engagement

Diversity im freiwilligen Engagement steht grundsätzlich für Anerkennung und Wertschätzung von Vielfalt von Personen, unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter, ihrer ethnischen Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung oder Behinderung. Der Fokus liegt darauf, Chancengleichheit und Perspektivenvielfalt zu fördern, als Grundhaltung zu verankern und Barrieren sukzessive abzubauen.

Diversity in der Engagementlandschaft bereichert nicht nur Organisationen, Vereine und alle Beteiligten, sondern trägt auch zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum sozialen Zusammenhalt bei. Diversität wird dabei nicht als Herausforderung oder gar als Problem, sondern als Potenzial verstanden, das kreative Ideen und innovative Ansätze ermöglicht.

 

Hintergrund und Relevanz

Der Begriff Diversity leitet sich aus dem Englischen ab und bedeutet „Vielfalt“. Die gesellschaftliche Vielfalt spiegelt sich zunehmend in zivilgesellschaftlichen Organisationen und Vereinen wider. Allerdings zeigt sich, dass in viele Einrichtungen noch strukturelle Barrieren spürbar sind, die Menschen aus marginalisierten Gruppen den Zugang erschweren.

 

Eine diversitätsorientierte Organisationsentwicklung ist ein Ansatz, der darauf abzielt, sowohl individuelle als auch strukturelle Diskriminierungen zu überwinden. In Bremen ist die Förderung von Vielfalt ein zentraler Bestandteil der Bremer Engagementstrategie, um allen Menschen gleiche Teilhabechancen zu bieten.

 

Grundprinzipien für
diversity-orientiertes Engagement
 

  1. Abbau von Zugangsbarrieren: Organisationen sollten ihre Strukturen und Prozesse überprüfen, um Diskriminierungsmechanismen zu erkennen und zu beseitigen.

  2. Transkulturelle Perspektivenvielfalt: Die bewusste Einbindung von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen stärkt das Engagement.

  3. Anerkennung und Förderung von Vielfalt: Vielfalt wird als Bereicherung wahrgenommen, nicht als Problem. Dabei spielen Sensibilisierungsmaßnahmen und Schulungen eine zentrale Rolle.

  4. Teilhabe ermöglichen: Mitgestaltungsräume und Mitsprache durch Methodenvielfalt und Repräsentationsformen für alle Teilnehmenden.

Charta der Vielfalt

Die Charta der Vielfalt ist ein deutschlandweites Netzwerk, das sich der Förderung von Diversität in Organisationen widmet.

Mit der Unterzeichnung verpflichten sich Institutionen, ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem jede*r unabhängig von persönlichen Merkmalen geschätzt wird. Beispielsweise hat die DSEE (Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt) diese Charta unterzeichnet und setzt damit ein klares Zeichen für Vielfalt.

 

Fazit

Diversity im freiwilligen Engagement ist weit mehr als ein Schlagwort – es ist ein Schlüssel zur Gestaltung einer gerechten und vielfaltsbejahenden Gesellschaft.
Indem das freiwillige Engagement Barrieren abbaut und Vielfalt mitdenkt und fördert, schafft es nicht nur einen Mehrwert für sich selbst, sondern leistet einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt.